5. Abkürzungen

Lexikon Eintragungen nach eigenem Ermessen vornehmen, gerne auch Verbesserungen anfügen.
Kürzel Synonym Beschreibung
A1c Hämoglobin A1c (HbA1c) HbA1c (auch „Langzeitzucker“ genannt) gibt die durchschnittliche Blutzuckerkonzentration der letzten 2 Monate an.
Adipositas Fettleibigkeit Adipositas beschreibt eine sichtbare Vermehrung des Fettgewebes, meist durch Überernährung, ungesunden Lebensstil, aber auch als Folge von Stoffwechsel- oder Hormonstörungen.
Adrenalin Hormon Adrenalin ist ein Hormon, das meist bei Aufregung oder Nervosität, allerdings auch bei einer Unterzuckerung vermehrt von der Nebenniere ausgeschüttet wird.  Adrenalin führt zu einem Anstieg des Blutzuckers. Während der Hypo wird die Wirkung oft als Herzklopfen und innere Unruhe empfunden.
Aminosäure Die Grundbausteine des Lebens. Im menschlichen Körper gibt 20 natürlich vorkommende Aminosäuren, die wie Glieder einer Kette aneinandergereiht werden und so die Proteine unseres Körpers bilden.
Analoga Analoginsulin Analoginsulin (oder Insulinanaloga) beschreibt eine Gruppe an Insulinen, die durch modifizierte Aminosäuresequenz eine verbesserte Wirkkurve ermöglichen. Zu dieser Gruppe gehören Kurzzeitinsuline wie Insulin Lispro, Insulin Aspart, Insulin Glulisin und die Langzeitinsuline Insulin Glargine sowie Insulin Detemir.
Analoginsulin s.o. s.o.
Azeton Ketonkörper, die durch des Abbau von Fett entstehen. Beim Diabetes sind sie in der Regel Indikator eines Insulinmangels, da in dieser Situation der Körper den Blutzucker nicht zur Energiegewinnung nutzen kann und deshalb auf den Fettabbau zurückgreift.
BE Broteinheit Eine Berechnungseinheit, um die Insulinmenge besser der zugeführten Nahrung anzupassen. Eine BE entspricht 12g Kohlenhydraten.
bolen Insulinabgabe Insulinabgabe von kurzwirksamen Insulin zur Korrektur des Blutzuckers oder Abdeckung des Essens mittels einer Insulinpumpe.
BR Basalrate Programmierte kontinuierliche Insulinabgabe von kurzwirksamen Insulin mittels Insulinpumpe zur Deckung des natürlichen Insulinbedarfs.
BRT Basalratentest Der Basalratentest (oder auch Mahlzeitenauslassversuch) dient zur Überprüfung und Einstellung der Basalrate. Dafür werden an drei Tagen je eine Mahlzeit ausgelassen (Frühstück, Mittag, dann Abendbrot), um zu überprüfen ob die Basalrate den Wert im Zielbereich hält.
BSD Bauchspeicheldrüse Drüsenorgan, welches sowohl Verdauungssäfte als auch Hormone abgibt. In ihr wird bei gesunden Menschen u.a. das Hormon Insulin gebildet.
BZ Blutzucker Der Blutzucker beschreibt den im Blut enthaltenen Traubenzucker. Dieser kann in mg/dL oder mmol/L gemessen werden.
CGM Continuous Glucose Monitoring CGM (dt. kontinuierliche Blutzuckermessung) ist die andauernde Messung des Blutzuckers mit Hilfe eines Sensors, welcher ähnlich eines Insulinkatheters in der Haut plaziert wird.
CSII Insulinpumpentherapie Insulinpumpentherapie oder auch Kontinuierliche Subkutane Insulin-Infusion. Dabei wird dem Körper dauerhaft durch Katheter und Insulinpumpe Insulin zugeführt.
CT konventionelle Insulintherapie Die konventionelle Insulintherapie ist die einfachste Form der Behandlung. Morgens und oder abends wird Mischinsulin injeziert, die Mahlzeiten werden an einen festen Diätplan angepasst.
Dawn-Phänomen Blutzuckeranstieg in den frühen Morgenstunden Dieses Phänomen ist dadurch gekennzeichnet, dass der Blutzucker gegen Mitternacht gut liegt, in den frühen Morgenstunden jedoch sehr schnell ansteigt. Beim Aufstehen ist die Folge ein erhöhter Blutzucker. Die Einstellung wird beim Auftreten dieses Phänomens mit einer CSII leichter.
DDG Deutsche Diabetes Gesellschaft Wissenschaftliche Fachgesellschaft, die sich der Erforschung und Behandlung des Diabetes mellitus widmet.
diabetesDE diabetesDE Dachverband für verschiedene Diabetesorganisationen, der national ein Sprachrohr für Diabetes darstellt. Mitglieder sind die Ärtze (DDG), Berater (VDBD) und Patienten (DDH-M).
DM Diabetes mellitus Bezeichnung für eine Gruppe von Stoffwechselerkrankungen mit unterschiedlichen Ursachen. Unbehandelt weisen alle als Symptom die Ausscheidung von Zucker im Urin auf, deshalb auch der Name Diabetes mellitus (dt. honigsüßer Durchfluss).
gKV gesetzliche Krankenversicherung Eine Krankenversicherung übernimmt komplett oder anteilig die Kosten für die Behandlung des Versicherten nach Unfällen, bei Erkrankungen und bei Mutterschaft. In Deutschland ist sie Teil des Gesundheits- und Sozialsystems.
Glucagon Hormon Glucagon regt die Bildung von Glucose in der Leber an, was sich erhöhend auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Es ist das Gegenhormon zum Insulin. Es wird wie Insulin in der Bauchspeicheldrüse gebildet, weshalb die Bildung des Hormons bei Menschen mit Diabetes gehemmt sein kann.
Glucose Traubenzucker Ein Einfachzucker (Monosaccharid), der zu den Kohlenhydraten gehört. Glucose ist der Zucker, den die Messgeräte im Blut bestimmen.
Glykogen Speicherform der Glucose Glykogen (Reserverkohlenhydrat) dient als in Zellen gespeichertes Kohlenhydrat, das bei Bedarf bereitgestellt werden kann. Es wird aus Glucose aufgebaut, die bei der Nahrungsaufnahme nicht sofort in Energie umgewandelt wird.
HbA1c Langzeitzucker HbA1c (auch „Langzeitzucker“ genannt) gibt die durchschnittliche Blutzuckerkonzentration der letzten 2 Monate an.
Humaninsulin Diese Form des Insulins ist in Aufbau und Wirkung dem menschlichen Insulin recht ähnlich.
Hyper Hyperglykämie Bezeichnung für den Fall, dass der gemessene Blutzucker überhalb des Zielbereiches liegt.
Hyperglykämie Überzuckerung s.o.
Hypo Hypoglykämie Bezeichnung für den Fall, dass der gemessene Blutzucker unterhalb des Zielbereiches liegt.
Hypoglykämie Unterzuckerung s.o.
Hypo-Kit Notfallset Das Hypo-Kit, Notfallset oder auch die Glucagonspritze wird genutzt um eine starke Hypoglykämie zu behandeln. Durch die Zufuhr von Glucagon wird nachhaltig dem niedrigen Blutzucker entgegengewirkt. ACHTUNG! Ist Alkohol im Blut zeigt die Spritze mitunter keine Wirkung.
ICT intensivierte konventionelle Insulintherapie Die intensivierte konventionelle Insulintherapie setzt die Behandlung mit mind. zwei verschiedenen Insulinen voraus. Morgens und oder abends wird langwirksames Basalinsulin gespritzt, für jede Mahlzeit muss erneut kurzwirksames Bolusinsulin mit dem Pen injeziert werden.
IE Insulineinheiten Die Menge des zu injezierenden Insulins wird in Insulineinheiten angegeben.
Insulinanaloga Analoginsulin s. Analoginsulin
Insulinpumpe Gerät, welches durch einen Katheter eine kontinuierliche Insulinversorgung gewährleistet.
KE Kohlenhydrateinheit Eine Berechnungseinheit, um die Insulinmenge besser der zugeführten Nahrung anzupassen. Eine KE entspricht 10g Kohlenhydraten.
Keto Ketoazidose Die Ketoazidose ist eine schwere Stoffwechselentgleisung und Folge eines Insulinmangels. Symptome sind hohe Blutzuckerwerte, unangenehmer Geruch, Übelkeit, starkes Durstgefühl, Appetitlosigkeit. Hier hilft eine erhöhte Insulinzufuhr und viel Wasser zu trinken! ACHTUNG! Der Blutzuckerwert kann trotz Insulinmangels in Ordnung sein oder gar auf eine Hypo zusteuern, in diesem Fall gilt essen, um der Hypo vorzubeugen und weiterhin Insulin spritzen. Im Notfall Diabetologen kontaktieren oder ins Krankenhaus fahren.
Ketoazidose Blutvergiftung s.o.
KH Kohlenhydrate Kohlenhydrate stellen neben Fett und Eiweißen einen wesentlichen Bestandteil der menschlichen Nahrung dar.
KHE Kohlenhydrateinheit s. KE
KKH Krankenhaus Einrichtung, in der durch medizinische Hilfeleistung die Krankheiten, Leiden oder körperlichen Schäden diagnostiziert und behandelt werden.
Kohlenhydrate s. KH
Krankenversicherung s. gKV
Notfallset Hypo-Kit s. Hypo-Kit
OGTT oraler Glukosetoleranztest Der OGTT oder auch Zuckerbelastungstest prüft die Funktionsfähigkeit bei einem vermeidlichen Nicht-Diabetiker, um ein Auftreten dieser Krankheit (Typ-2 Diabetes, Schwangerschaftsdiabetes) frühzeitig zu erkennen.
Orale Antidiabetika Medikamente Medikamente zur Behandlung erhöhter Blutzuckerwerte, die als Tablette geschluckt werden können.
Pankreas Bauchspeicheldrüse s. BSD
pKV private Krankenversicherung s. gKV
TZ Traubenzucker s. Glucose
VDBD Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland Solidar- und Interessengemeinschaft von Diabetesberatern/innen DDG, Diabetesassistenten/innen DDG und weiteren qualifizierten Fachkräften, die sich gezielt für Menschen mit Diabetes und assoziierten Krankheiten engagieren.
Zöliakie Dünndarmerkrankung Bei Zölliakie auch Sprue genannt, handelt es sich um eine chronische Erkrankung des Dünndarms, die Betroffenen vertragen das Eiweiß Gluten aus verschiedenen Getreidesorten nicht.
DDH-M Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) e.V. Selbsthillfeorganisation und Interessenvertretung der Patienten im Bereich Diabetes.

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